Den Tag nicht sinnlos verplempern

Erfahrungsbericht

Veranstaltung

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Wormser Wochenblatt

von Monica Bindschädel

Tschää war's, würde der Mannheimer sagen. Tatsächlich: Das trifft es ziemlich genau. Ich war am Samstag Teil des Freiwilligentages. Und zwar in de runabhängigen Mannheimer Kunstbühne "zeitraumexit". Dort habe ich mit sechs anderen Freiwilligen zusammen die Wände im Probenraum sowie den Fußboden im Bürofoyer gestrichen.
Klar, ich hätte auch zu Hause bleiben können. Auf der Couch; vor dem Fernseher. Das wäre nach einer anstrengenden Arbeitswoche sicherlich entspannender gewesen. Aber - nein. Es war mir wichtig, einen Beitrag zu leisten.
Wir wurden alle am Vormittag bei "zeitraumexit' sehr herzlich empfangen. Gleich zu Beginn haben wir gemeinsam alles abgeklebt, Folien ausgelegt - jeder hat mit Hand angelegt; auch die Hauptamtlichen von "zeitraumexit". Wir waren ein bunt gemischter Haufen, eine Mit-Freiwillige kam aus der Pharmazie-Branche; ein anderer war Student. Die Stimmung war sehr nett; wir wurden mit Süßigkeiten und Getränken versorgt. Nachdem alles fertig war, haben wir alle zusammen Pizza gegessen. Nein, freilich ging es bei der Aktion nicht um Essen. Aber dennoch gehörte es dazu; und es ist ein Zeichen für die Wertschätzung die man unserer ehrenamtlichen Arbeit entgegengebracht hat.
Was mir hängen bleibt? Ich werde mich weiterhin engagieren. Das "zeitraumexit" in den Gebäuden der ehemaligen Kauffmannmühle hat einen etwas "unkonventionellen Touch"; ich schätze das Engagement dort sehr, und war auch sehr angetan von den Kenntnissen und der Professionalität der zwei festangestellten Theaterwissenschaftlerinnen und der Geschäftsführerin. Ich werde mich definitiv auch über den Freiwilligentag hinaus engagieren! Will weiterhin über den Tellerrand hinaus schauen. Etwas für die unabhängige Kulturszene tun; den Tag nicht sinnlos verplempern. Carpe Diem!

Wochenblatt-Mitarbeiterin Monica Bindschädel beim Streichen von "zeitraumexit"