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Mehr als Çevirmek: Gebärdensprache und Journalismus

Gespräch mit Iris Meinhardt, Melissa Wessel + Wille Felix Zante

Do., 04. Nov. / 19 Uhr / Stadtbibliothek

Stadtbibliothek
Dalbergsaal im Dalberghaus
N3, 4

Eintritt: ab 5,- €
Tickets hier oder über die Stadtbibliothek

// 3G Regel: Einlass nur vollständig geimpft,
genesen oder mit PCR Test (nicht älter als 24h)!
// Maskenpflicht in Innenräumen

Die Hegemonie der deutschen Lautsprache im Journalismus anknacksen: In Deutschland werden eine Vielzahl an Sprachen genutzt - eine davon ist die Deutsche Gebärdensprache (DGS). Eine wichtige Sprache für gehörlose Menschen, denen meistens die Untertitel nicht ausreichen und die kaum repräsentiert werden. Denn im Journalismus währt die DGS bislang als Sprache und als Thema nur als ein Nischenprodukt. Was also brauchen hörbehinderte Menschen für einen Journalismus? Finden gehörlose Menschen und ihre Themen in Mainstream-Medien statt? Und wie können taube Personen im Journalismus arbeiten?

Dazu wird die taube Journalistin Iris Meinhardt mit den beiden Gästen, Melissa Wessel, Journalistin und Redakteurin bei Hand drauf, bei der Deutschen Gehörlosenzeitung und See Hear (BBC), sowie Wille Felix Zante, Pressesprecher des Deutschen Gehörlosen-Bundes, im Podium diskutieren. Für die hörenden Zuschauer*innen sind Dolmetscher*innen dabei.

Iris Meinhardt arbeitet als Autorin, Host und Moderatorin u.a. bei Hand drauf, Sehen statt Hören und BR24. Ihre ersten journalistischen Erfahrungen sammelte sie bereits während des Politikstudiums, anschließend erlernte sie das journalistische Know-How in einem trimedialen Volontariat beim Bayerischen Rundfunk. Zum Tag der Gebärdensprache 2021 war sie als Kommentatorin bei der Tagesschau zu sehen. (Foto: privat)

Melissa Wessel ist von England aus als freiberufliche Journalistin u.a. für die Deutsche Gehörlosenzeitung tätig. Außerdem arbeitet sie für Hand drauf, den Instagram-Kanal für die Deaf Community in Deutschland von funk. In Großbritannien arbeitete sie zwei Jahre für das BBC Format See Hear. Sie wünscht sich, dass die (Deutsche) Gebärdensprache irgendwann als selbstverständlich angesehen wird. (Foto: privat)

Wille Felix Zante ist beim Deutschen Gehörlosen-Bund e.V. als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit angestellt. Als freier Journalist hat er unter anderem für die Deutsche Gehörlosenzeitung geschrieben und gibt außerdem Sensibilisierungsworkshops zu Gehörlosigkeit, Gebärdensprachen und Barrierefreiheit. (Foto: Andi Weiland)

Das Podium wird aufgezeichnet und nach der Untertitelung auf dem YouTube-Kanal des Netzwerks Kritische Kommunikationswissenschaft online gestellt.

/tü
Kamu yasal radyoda çalışan ve sağır insanlar için formatlar geliştiren gazeteci Iris Meinhardt iş dünyasından anlatıyor.


Mehr als Çevirmek: Sprachen verkehren
Programmschwerpunkt / 4. - 14. Nov

Eins: In Almanya wird deutsch gesprochen. Und geschrieben.
Dos: Das Amt ist deutsch, die Literatur auch. Erinnern sowieso. Wissenschaft. Schule.
Üç: Geh mal raus auf die Straße. Wie viele Sprachen hörst du?
Quatre: Und wie viele siehst du?
Five: Uuuuuh, Welt verkehrt.

"Mehr als Çevirmek: Sprachen verkehren" ist ein gemeinsames Programm von zeitraumexit, Stadtbibliothek und Theaterhaus G7, das so vielförmig ist wie die deutsche Realität. Kuratiert von der Künstlerin Ülkü Süngün, der Wissenschaftlerin Sevda Can Arslan und der Dramaturgin Johanna-Yasirra Kluhs setzt das Programm dem monolingualen Imperativ Situationen der Vielsprachigkeit entgegen. Auch mal unübersetzt. Man muss nicht alles verstehen. Wir sind Viele und lassen uns sehen.

Die Veranstaltungen finden in der Regel auf deutsch und türkisch statt.

"Mehr als Çevirmek: Sprachen verkehren" ist eine Kooperation von zeitraumexit, dem Theaterhaus G7 und der Stadtbibliothek Mannheim. 

/tü
Çevirmek’ten daha fazlası: zeitraumexit, şehir kütüphanesi ve G7 tiyatrosunun ortak programı Alman gerçeği kadar çokyönlü ve çeşitlidir. Programın küratörlüğünü yapan sanatçı Ülkü Süngün, bilim kadını Sevda Can Arslan ve dramaturg Johanna-Yasirra Kluhs çok-dil durumlarıyla tek-dil zorunluluğu ortadan kaldırıyor.


Hintergrundbild: Irem Kurt

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