Recap Yoldaş, Frauen, die einander halten + Orakel

Doppel-Performance Abend

Person steht an einem Pult vor einer Backsteinmauer, auf die 3x nebeneinander ein foto projiziert ist
Backsteinmauer auf die der Satz "I couldn´t understand anything. I was scared" projiziert ist
Person mit altem Röhrenfernseher auf dem Rücken geht vor Zuschauern entlang.
Alter Röhrenfernseher, auf dem einige Filmtitel zu lesen sind.

Person mit Gitarre sitzt vor Publikum. Im Hintergrund werden Texte in verschiedenen Sprachen an die Wand projiziert
Person steht am Mikrofon. Hinter ihr an der Wand die Projektion "Viel Glück in Deutschland".
Bühnenraum, in dem eine Person steht, an die Wand gegenüber des Publikums werden Bilder projiziert
Applaudierendes Publikum
Eine Person läuft durch einen hell erleuchteten Raum, auf dem Rücken trägt sie einen alten Röhrenfernseher
Eine Person läuft durch einen hell erleuchteten Raum, auf dem Rücken trägt sie einen alten Röhrenfernseher
Person wischt einer anderen Person mit einem Handtuch den Schweiß von der Stirn. Die zweite Person trägt einen Röhrenfernseher auf ihrem Rücken
Person mit Röhrenfernseher läuft vor Publikum im Kreis
Personen von hinten fotografiert, sehen sich das zeitraumexit Programmfaltblatt an
Leiterin Johanna Baumgärtel begrüßt das Publikum

Von oben nach unten / von links nach rechts

Yoldaş – Frauen, die einander halten
Nihan Devecioğlu / Performance
12. + 13.6.2026
zeitraumexit @ T6/18

Für Jahrzehnte arbeiteten türkeistämmige Frauen in einem Münchner BMW Werk, erlebten dort gemeinsam Zeiten der Sprachlosigkeit, psychischer Verausgabung und harter körperlicher Arbeit, erfuhren aber auch untereinander starken Zusammenhalt, solidarisierten sich miteinander und wurden so zu Yoldaş, Gefährtinnen. Die Sängerin Nihan Devecioğlu wuchs als Enkelin türkeistämmiger Arbeiter*innen im Umfeld des Werks auf. In Yoldaş schafft sie einen poetisch-musikalischen Raum für Erinnerungen, an ihre eigene Kindheit im München der 1980er Jahre und an die Frauen, deren Arbeit bis heute unsichtbar blieb. Frauenstimmen, kombiniert mit Maschinengeräuschen und dokumentarischem
Filmmaterial, fügen sich zu einer lebendigen Collage der Zeitgeschichte und werden zugleich Ausdruck von Selbstermächtigung und weiblicher Solidarität.


Orakel
Caner Akdeniz / Performance
12. + 13.6.2026
Halle hinter zeitraumexit

Was passiert, wenn nicht Menschen die Erziehungsaufgabe übernehmen, sondern ein Mediengerät? Ein herkömmlicher Fernseher, der jedoch für einige von uns weitaus mehr war: Bester Freund, Babysitter und immer wieder auch Elternersatz in den jungen Kinderjahren. Mit der Performance Orakel begibt sich Caner Akdeniz auf eine filmhistorische Reise und versucht anhand prägender Blockbustertitel der 1980er bis frühen 2000er Jahre in eine kollektive Erinnerung
einzutauchen.


Alle Fotos: Aljosha Wohlgemuth