Focus Pocus


Konzert


Freitag 19.Juni 2026
19:30 - 21:00 Uhr


Vier Personen stehen nebeneinander und werden von einer Projektion beleuchtet

/ Konzert / zeitraumexit @ T6/18 / 


Seit ihrem Entstehen 2020 ließen sich Focus Pocus von Bands wie NOVEMBRE, Kartet, Octurn und Amok Amor inspirieren. Das Instrumental-Quartett erforscht Verbindungen aus zeitgenössischer Musik, Jazz und Elektro und arbeitet mit Stilmitteln aus Street Art und Beat: samplen, loopen und collagieren. In einem minimalistischen Ansatz greifen die Musiker*innen auf Improvisationen, Loops, Texturen und fragmentierte Melodien aus ihrem gemeinsamen Repertoire zurück. Dabei wird jedes Element mit einer ansteckenden Freude an der Musik verschoben, in andere Richtungen gelenkt und bis ins Extrem manipuliert. Aus diesen spontanen Kompositionen entstehen frenetische, immer neue Sound-Bilder, die an Basquiat erinnern. Grenzenloser Sound wird zu spektralen Pausen, die Dringlichkeit des Spiels und das unerschütterliche Engagement der Musiker*innen dienen dabei der Klarheit der Aussage und der Brillanz des Ausdrucks.

Trompete: Achille Alvarado. Kontrabass: Tom Boizot. Saxophon: Liam Szymonik. Drums: Loup Godfroy.


Loup Godfroy 
ist ein französischer Schlagzeuger und Improvisator aus dem ländlichen Burgund. Er studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris und gilt als vielseitiger Improvisator ohne Grenzen. Er spielt in zahlreichen improvisierten und experimentellen Projekten in Europa, die von Jazz über zeitgenössische Musik bis hin zu Progressive Rock reichen. Im Jahr 2020 war er Mitbegründer der Free-Rock-Band SCP-055, er spielt im Quartett FOCUS POCUS und hat kürzlich ein elektroakustisches Duo namens „Détruits-Tu?“ gegründet, das auf Sättigung und natürlicher Resonanz des Schlagzeugs basiert. Er spielt auch in großen Ensembles wie dem französischen Nationalorchester, „NoNotion“ von Sigrid Aftret und seit kurzem im Trondheim Jazz Orchestra. 

Liam Szymonik
ist ein französischer Saxophonist und Komponist, der in der europäischen Szene sowohl als Bandleader als auch als Begleitmusiker tätig ist. Er absolvierte seine Ausbildung am Pariser Konservatorium (CNSMDP) in den Fachbereichen Jazz, improvisierte Musik und generative Improvisation, wo er insbesondere bei Vincent Lê Quang, Pierre de Bethmann, François Théberge, Alexandros Markeas und Stéphane Payen. Er erlangte schnell Anerkennung als Mitglied der Band New Fly, die vom Jazz Magazine als „Entdeckung“ gefeiert wurde, sowie durch seine Mitwirkung im Orchestre des Jeunes de l’ONJ (Jugendorchester des französischen Nationalen Jazzorchesters) unter der Leitung von Claude Barthélémy und später Marc Ducret. Gleichzeitig entwickelte er mehrere eigene und gemeinsame Projekte, darunter das Liam Szymonik Trio (mit Samuel Ber und Tom Boizot), das Quartett Focus Pocus, das Projekt Rough! und das Liam Szymonik Octet, in dem er Prinzipien der Spektralmusik in seine Kompositionen einfließen lässt. Stark inspiriert von Persönlichkeiten wie Henry Threadgill, Eric Dolphy, Anthony Braxton, Steve Lehman,  Ornette Coleman und Anna Webber hat Liam Szymonik eine unverwechselbare musikalische Sprache entwickelt, die sich auf rhythmische Forschung, klangliche Erkundung und freie Improvisation konzentriert.

Achille Alvarado 
ist Trompeter. Nachdem er die klassische Technik dieses Instruments erlernt hatte, kam er mit dem Jazz in Berührung und fühlte sich schnell zur improvisierten Musik hingezogen. Der in Lyon geborene Achille spielt als Komponist eine wichtige Rolle in den von ihm geleiteten Projekten. Seit 2021 ist er im Jazzprogramm des Pariser Konservatoriums (CNSM) eingeschrieben, wo er sein Talent als Komponist, Interpret und Improvisator unter Beweis stellte und an einer Vielzahl von Projekten mitwirkte, die von zeitgenössischen Kompositionen bis hin zur Produktion multidisziplinärer Werke (Tanz, elektroakustische Musik) reichten. Derzeit ist er in mehreren Gruppen aktiv, in denen er komponiert und sich mit Klang, Rhythmus und Form auseinandersetzt: dem Quartett Focus Pocus, dem Trio Radjadja und dem Septett ElectroApocalypse. Im Jahr 2024 war er Mitbegründer des französisch-italienisch-belgischen Vereins Amygdala, der sich der Förderung zeitgenössischer elektronischer und akustischer Musik widmet. Nach seinem Trompetenstudium bei Médéric Collignon und inspiriert von den Klangwelten von Peter Evans, Gérard Grisey oder dem Kino von David Lynch vertieft Achille bis heute seine Arbeit an der Trompete, der Piccolo-Trompete und der Elektronik (Pedale und Software) und zeugt damit von dieser ewigen musikalischen, wissenschaftlichen und philosophischen Suche.

Tom Boizot 
ist ein junger französischer Kontrabassist, der in Paris lebt. Er lässt sich von einer Vielzahl von Einflüssen inspirieren – darunter Mark Dresser, Eddie Gomez, John Hébert und Matt Brewer – und ist ein aktiver Akteur in der Jazz-, Improvisations- und kreativen Musikszene. Sein vielfältiger musikalischer Ansatz spiegelt sich in seinen Kooperationen mit Künstlern wie Liam Szymonik – sowohl in dessen Trio als auch im Quartett – und Lucille Moussalli wider, ebenso wie in seiner Mitwirkung an Projekten wie Focus Pocus und dem Jet Trio von Sigrid Aftret.


Foto: Focus Pocus

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