Wunder der Prärie 2025 - unwritten archives. a parade for the 21st century

Dokumentation


unwritten archives. a parade for the 21st century

Die Arbeit wirft einen Blick auf den deutschen Militarismus des 19. Jahrhunderts und seine Spuren in der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika. In einem Gedenkzug entlang des Neckarufers erinnerten Ovaherero aus Namibia, in den kolonialen Uniformen des Deutschen Reichs, an die Kriegsverbrechen der deutsch-namibischen Kriege, eine performative Ansprache an die Flucht und Vertreibung durch die Omaheke-Wüste. Musiker*innen, die den Zug begleiteten, befragten die Ohnmacht und das Schweigen im Angesicht eines noch immer nicht erfolgten »Aussöhnungsabkommens«. In Kooperation mit dem Reiss-Engelhorn-Museum (REM) wurde durch eine Intervention die gemeinsame Geschichte und das kulturelle Erbe spürbar und gegenwärtig.

Wunder der Prärie 2025

unwritten archives. a parade for the 21st century” war Teil von Wunder der Prärie 2025. Wunder der Prärie stand im Jahr 2025 unter dem Motto “Theaters of War(s)”. Diese Ausgabe wurde kuratiert von Sebastian Hirn und Johanna Baumgärtel. 

Alle zwei Jahre findet das Live-Art Festival “Wunder der Prärie” in der Metropolregion Rhein-Neckar statt. Mit Performance, Tanz und genreübergreifenden Projekten an der Schnittstelle zu Theater und Bildender Kunst steht das Festival seit 2004 für die Präsentation aktueller Kunstformen im Südwesten der Republik. Ein zeitgesellschaftlich relevantes Motto bietet den Ausgangspunkt und Rahmen für die gezeigten Arbeiten. Zum Selbstverständnis des Festivals gehört die Arbeit in und mit der Stadt, um den gesellschaftlichen Diskurs anzuregen und als Initiator und Katalysator gesellschaftlicher Prozesse zu wirken. Wunder der Prärie zählt zu den 15 Top-Festivals der Metropolregion Rhein-Neckar.