
/ Konzert + Performance / zeitraumexit @ T6/18 /
Mehr als 4 Jahrzehnte zurückliegend lernten sich Werner Degreif und Thomas Lehn während eines Jazzworkshops an der Akademie Remscheid kennen. Daraus entwickelte sich ein bis heute währende Freundschaft und Verbundenheit, die von ihrem geteilten Interesse an Kunst und Musik getragen ist. Bei zeitraumexit teilen sich beide Künstler mit Trompeten- und Synthesizerklängen und performativen Elementen, erstmalig gemeinsam die Bühne.
Der Abend beginnt mit einer Soloperformance von Thomas Lehn, bei der er Feldstärken auf seinem EMS-Analog-Synthesizer erzeugt und den Hörraum in ein aufgeladenes Energieareal verwandelt. Im Anschluss findet Werner Degreifs Trompetenperformance vor dem Hintergrund seiner bildnerischen Arbeit, die unterschiedliche Objekte wie Getränkeflaschen in einer konsequenten Schräglage mit mehreren Perspektivwechseln endlos aneinanderreiht statt. Jetzt liegen die Getränkeflaschen auf dem Boden, die der Künstler an kickt, rollt und vor sich her treibt. Singend und Trompete spielend tritt er in einen Dialog mit den von den Objekten ausgehenden Geräuschen.Den Abschluss bildet ein Duoauftritt von Thomas Lehn und Werner Degreif.
Werner Degreif (*1954) lebt und arbeitet in Mannheim; Ausbildung in klassischer Trompete; 1977 – 1983 Hochschule für Bildende Künste Hamburg, Zusammenarbeit mit Hamburger New Jazz Gruppen; Stipendien: 2022 Projektstipendium Zeichnung im öffentlichen Rum, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst; 2013 Projektstipendium Ahmedabad, Indien; 1986 DAAD-Stipendium Istanbul; 1980 Stipendium Studienstiftung des Deutschen Volkes. Ausstellungen und Trompetenperformances im In- und Ausland.
Thomas Lehn (*1958) zählt seit Jahrzehnten zu den innovativsten und erfolgreichsten musikalischen Persönlichkeiten auf dem Gebiet der elektroakustischen Musik im Spannungsfeld zwischen Improvisation und Komposition. Nach der akademischen Ausbildung an den Musikhochschulen in Detmold und Köln zum Tonmeister und Pianisten verlagerte sich seine frühe Klavierpraxis in Kammer- und Jazzmusik zunehmend auf die Interpretation und Improvisation zeitgenössischer Musik. Mit seinen Performances und Produktionen (live-)elektronischer Musik mit dem EMS Synthi A, einem semi-modularen analogen Synthesizer, der eine große Spontaneität im musikalischen Prozess ermöglicht, erschloß er sich ein internationales Publikum, gastierte auf großen Festivals für zeitgenössische Musik und war an Projekten beteiligt, die von den Goethe-Instituten in der ganzen Welt gefördert und/oder unterstützt wurden.
Foto: Werner Degreif
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